Unterwegs in der Klosterlandschaft

Nicht nur sanfte Hügel, tiefe Wälder und weite Felder bestimmen die idyllische Landschaft zwischen Teutoburger Wald und Weser. Auch ein reiches monastisches Erbe hat über Jahrtausende seine Spuren in der Region hinterlassen. Heute präsentieren sich die vielen Klöster, Abteien und Stifte ebenso abwechslungsreich wie eindrucksvoll. Macht euch auf euren Weg!

Der ideale Startpunkt für eure Tour durch die Klosterlandschaft ist die Abtei Marienmünster. Das “Kloster der Klänge” zählt zu den wenigen fast vollständig erhaltenen Klosteranlagen in Westfalen und hat mit dem Informationszentrum FORUM Abtei zudem einen ganz besonderen Schatz zu bieten. Viel gibt es hier zu entdecken, aber ein Highlight ist sicherlich die in den Boden eingelassene Karte, die es ermöglicht, interaktiv Animationen und Informationsfilme abzurufen, die auf die Seitenwände projiziert werden.

Nach dieser perfekten Einstimmung führt euch der Weg vorbei an der Oldenburg in Richtung Norden bis zum Kloster Falkenhagen und dann kurvenreich hinauf auf den Köterberg. Oben angekommen, lohnt es sich, den Blick schweifen zu lassen und in aller Ruhe zu genießen. Bei klarer Sicht reicht der Blick bis zur höchsten Erhebung des Harzes, dem Brocken.

Besucherzentrum FORUM.Abtei Marienmünster

Koptisch-Orthodoxe Kloster Brenkhausen

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Gierseilfähre Hemeln

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Wormeln

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Hardehausen

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Hardehausen

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Schloss Gehrden

Schloss Willebadessen

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Stiftskirche Neuenheerse

Nächste Station der Tour ist das Koptisch-Orthodoxe Kloster in Brenkhausen: Die orientalische Atmosphäre und Gastfreundschaft der ägyptischen Mönche erfahren zu können, ist ein ganz besonderes Erlebnis. Zeit einplanen solltet ihr auch für einen Besuch des UNESCO-Weltkulturerbes Corvey – idyllisch am Weserbogen gelegen. Die nächsten Kilometer ist der Fluss euer ständiger Begleiter – bis zur Abtei vom Heiligen Kreuz, hoch über der Weser gelegen. Hier ist die hektische Welt plötzlich ganz weit weg. Weiter führt die Fahrt vorbei an der sich malerisch über der Diemel erhebenden Stadt Trendelburg und durch den Reinhardswald, wieder ein Stück der Weser entlang bis zum Kloster Bursfelde. Das ehemals benediktinische Kloster ist heute Zentrum christlicher Spiritualität und Veranstaltungsort der Bursfelder Sommerkonzerte.

Ent-statt Beschleunigung heißt es kurze Zeit später in Hemeln: Mit der Gierseilfähre werdet ihr sicher auf die andere Weserseite gebracht. Die Fähre wird noch immer ganz ohne Motorkraft, nur mit dem Strom der Weser und einem Hochseil betrieben.

Nach ca. 40 Kilometern fahrt ihr an der markantesten Erhebung der Region vorbei, dem Desenberg, und seid kurze Zeit später mitten in der fast 1.000 Jahre alten Hansestadt Warburg, in der es so viel zu sehen und entdecken gibt. Auch in den Warburger Ortsteilen Wormeln, Germete und Hardehausen lässt sich dem klösterlichen Erbe der Region nachspüren. Und in Dalheim widmet sich ein ganzes Museum der klösterlichen Kulturgeschichte. Kloster und Siedlung liegen in einem Seitental der Altenau, umgeben von einer Landschaft, die von weiten Feldern und ausgedehnten Waldgebieten geprägt ist.

Von nun an führt die Tour wieder zurück in Richtung Ausgangspunkt, vorbei an den ehemaligen Benediktinerinnenklöstern Willebadessen und Gehrden sowie dem Eggedom Neuenheerse. Einen Stopp lohnt auch die Stadt Bad Driburg mit den städtischen Klöstern sowie den Ruinen der Iburg.

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Quellenhinweis:
Texte: Kulturland Kreis Höxter, c/o GfW im Kreis Höxter, Stadt Willebadessen
Fotos: Besucherzentrum FORUM.Abtei Marienmünster: K. Krajewski Kulturland Kreis Höxter, c/o GfW im Kreis Höxter; Koptisch-Orthodoxe Kloster Brenkhausen, Wormeln, Hardehausen, Stiftskirche Neuenheerse: F. Grawe Kulturland Kreis Höxter, c/o GfW im Kreis Höxter; Willebadessen: Stefan Köneke