Projekt Beschreibung

Zu den Kasseler Ausflugszielen mit WELTGELTUNG (Welterbe Wilhelmshöher Wasserspiele, Parks, Schlösser, documenta, Grimm-Welt) gehört das 2010 gegründete Technik-Museum Kassel trotz seiner immensen Fläche von 6000 Quadratmetern in historischen Fabrikhallen nicht, doch haben viele der dort ausgestellten Exponate zur GELTUNG KASSELS IN DER WELT beigetragen.

Lange bevor James Watt das Attribut “Vater der Dampfmaschine” zuerkannt wurde, ist von Denis Papin schon 1705 in Kassel erfolgreich eine Dampf-Pumpe vorgestellt worden! Dampfkraft-Nutzung und deren Optimierung sind die Säulen der industriellen Entwicklung Kassels. Bedeutende Erfindungen und Pionierleistungen sind im Technik-Museum Kassel (TMK) durch originale Exponate belegt. Die Besucher erleben eine Zeitreise der besonderen Art, denn sie dürfen anfassen, einsteigen, besteigen, bedienen u.a.m.

Seit über 170 Jahren werden ununterbrochen in Kassel Lokomotiven gebaut. Mit dem “Drache” startete das Unternehmen HENSCHEL im Jahr 1848 in die Produktion von Mobilitätstechnik. Im Laufe der Zeit wurden weitere Bereiche durch Kasseler Firmen (etwa Wegmann, Crdé) erschlossen, so der Bau von Waggons für Reisezüge, für den Gütertransport, von Trambahnen und von  Elektro-Loks bei Bombardier. Eine beeindruckende Modell-Anlage, die den einst zentralen sowie bedeutenden Eisenbahn-Knotenpunkt BEBRA abbildet, nimmt fast 300 qm in Anspruch. “Star” des Ausstellungsgebietes  “Eisenbahn” ist eine 1942 von Henschel gebaute110 Tonnen schwere Dampflok der Baureihe 44; sie zu besteigen, ist schon ein Erlebnis.

Technik-Museum Kassel - "Dampfmaschine"

Technik-Museum Kassel - "Drache"

Technik-Museum Kassel - "Transrapid"

Mit der Magnet-Schwebebahn TRANSRAPID gelang von Kassel aus die Entwicklung eines schienengebundenen Hochgeschwindigkeits- Verkehrssystems, das neue Maßstäbe setzte. Im zeitgleich voran getriebenen Ausbau der Rad-Schiene-Technik setzte sich allerdings das ICE-Netz durch. Inzwischen ist der Transrapid Geschichte. Aber im TMK wird ein überaus spannendes Kapitel deutscher Ingenieur-Leistungen im Original TR 05 erlebbar.

Weitere Sammlungsbereiche, wie etwa zur Medizintechnik, zum Feuerwehr-Wesen, zur Feinmechanik, zum Bergbau, zu Elektrizität, Solartechnik und zur Automatisierung versprechen gleichfalls spannende Begegnungen mit Apparaten, Maschinen, Experimenten als Zeitzeugen. Verblüffend ist die Vielfältigkeit der ausgestellten Objekte, obgleich der Trägerverein den Sammlungsschwerpunkt mit Bezügen zur Region Kassel bewusst eingegrenzt hat. Kassel war und ist einer der interessantesten Industrie-Standorte Deutschlands und ist es auch deshalb wert, besucht zu werden.

Quellenhinweis:
Texte und Fotos:
Technik Museum Kassel