Projekt Beschreibung

UNESCO-Weltkulturerbe

Der Bergpark Wilhelmshöhe ist weltweit einmalig und eine der Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt. Der am Hang des Naturparks Habichtswald gelegene Landschaftsgarten ist einer der größten Bergparks Europas und stellt ein einzigartiges Kulturdenkmal dar. Hier sind zwei Epochen europäischer Gartenkunst harmonisch zu einer Einheit verbunden – die barocke Anlage mit dem die Kaskaden überragenden Oktogon, sowie eine weiträumige Parkanlage im Stil der englischen Landschaftsgärten. Zu den herausragenden Sehenswürdigkeiten und Attraktionen gehören der Herkules, die Wasserspiele, das Schloss Wilhelmshöhe, die Löwenburg, das große Gewächshaus und das Ballhaus.

Bergpark Wilhelmshöhe - Schloss

Bergpark Wilhelmshöhe - Schloss

Bergpark Wilhelmshöhe - Fontänenteich

Bergpark Wilhelmshöhe - Fontänenteich

Bergpark Wilhelmshöhe - Teufelsbrücke

Bergpark Wilhelmshöhe - Steinhöfer Wasserfall

Bergpark Wilhelmshöhe - Aquädukt

Bergpark Wilhelmshöhe - Aquädukt

Bergpark Wilhelmshöhe - Kaskaden

Bergpark Wilhelmshöhe - Kaskaden

Bergpark Wilhelmshöhe - Herkules

Bergpark Wilhelmshöhe - Konzert zum Bergparkfest im Konzertpavilion

Bergpark Wilhelmshöhe - Das Große Gewächshaus

Bergpark Wilhelmshöhe - Das Große Gewächshaus

Bergpark Wilhelmshöhe - Ballhaus

Beleuchtete Wasserspiele im Bergpark Wilhelmshöhe - Löwenburg

Beleuchtete Wasserspiele im Bergpark Wilhelmshöhe - Blick auf den Herkules

Beleuchtete Wasserspiele im Bergpark Wilhelmshöhe - Blick auf den Herkules

Beleuchtete Wasserspiele im Bergpark Wilhelmshöhe - Teufelsbrücke

Beleuchtete Wasserspiele im Bergpark Wilhelmshöhe - Fontänenteich

Beleuchtete Wasserspiele im Bergpark Wilhelmshöhe - Aquädukt

Beleuchtete Wasserspiele im Bergpark Wilhelmshöhe - Aquädukt

Beleuchtete Wasserspiele im Bergpark Wilhelmshöhe - Kaskaden

Sehenswürdigkeiten & Attraktionen im Bergpark Wilhelmshöhe

Ballhaus
Der Bergpark Wilhelmshöhe birgt neben dem Schloss Wilhelmshöhe ein wahres Kleinod, das Ballhaus. Nach außen mutet das Gebäude äußerst schlicht an. Das Innere mit dem großen, prachtvoll ausgemalten und mit Kristalllüstern versehenen Ballsaal versetzt deshalb um so mehr in Erstaunen.
Das Ballhaus wurde in der Regierungszeit von Napoleons Bruder, Jérôme Bonaparte, in den Jahren 1808/09 durch den jungen Leo von Klenze als Hoftheater errichtet. Der Pavillon ist das erste Gebäude des berühmten Münchener Architekten. Die heutige prachtvolle Innenausstattung erhielt es 1828 unter Kurfürst Wilhelm II. (reg. 1821–1831) durch den Kasseler Architekten Johann Conrad Bromeis (1788–1855).
Das Ballhaus kann in den wärmeren Monaten im Rahmen von Führungen besichtigt werden. Außerdem kann das Ballhaus in den Sommermonaten für Kulturveranstaltungen gemietet werden.

Das Große Gewächshaus
Das Gewächshaus, 1822 von Johann Conrad Bromeis erbaut, ist eine der ersten Glas-Stahl-Konstruktionen Europas. Es zeigt unter anderem eine sehenswerte Kameliensammlung, Palmen und andere tropische Gewächse. Kurfürst Wilhelm II. von Hessen-Kassel ließ 1822/23 durch seinen Hofarchitekten Johann Conrad Bromeis das Große Gewächshaus zur Kultivierung kostbarer exotischer Pflanzen errichten.
Es wurde in den Jahren 1886-88 durch einen großen rechteckigen Mittelbau erweitert und besticht auch noch heute durch seine filigrane Eisen-Glas-Konstruktion, die zu den frühesten ihrer Art in Deutschland gehört. Während der Besuchersaison kann der Gast ein Farbenmeer von Orchideen, Palmen, Kamelien, Bananen und anderen exotischen Pflanzen bewundern. Im Frühjahr, nach den Eisheiligen, werden die Pflanzen nach altem Vorbild im wahrsten Sinne des Wortes an die Luft gesetzt.

Herkules
Der Herkules ist das Wahrzeichen von Kassel und thront als 8,30 Meter hohe, in Kupferblech getriebene Nachbildung des antiken Hercules Farnese, auf dem Oktogon im Bergpark Wilhelmshöhe. Landgraf Karl von Hessen-Kassel ließ 1700 bis 1717 durch den italienischen Architekten Giovanni Francesco Guerniero das Oktogon (“Riesenschloss”) mit der Figur des Herkules als krönenden Abschluss der 1,5 Kilometer langen Kaskadenanlage errichten. Über dem achteckigen Unterbau erhebt sich eine steile Pyramide, die von der Statue des Herkules bekrönt wird.
Das Werk von dem Augsburger Goldschmied Johann Jakob Anthoni ist eine Nachbildung des antiken Hercules Farnese. Eine Treppe führt hinauf auf eine Besucherplattform in 28,5 m Höhe, von der man einen einzigartigen Blick auf die gesamte barocke Parkanlage sowie die Stadt Kassel hat.

Löwenburg
Neben dem Sommerschloss Wilhelmshöhe entstand unter Wilhelm IX die Löwenburg (1793–1801), die zu den wichtigsten Beispielen der neogotischen Ruinenarchitektur des Kontinents gehört und eine wertvolle mittelalterliche, frühneuzeitliche und romantische Ausstattung beherbergt. Die Löwenburg liegt malerisch im Bergpark Wilhelmshöhe. Von weitem erscheint sie dem Besucher wie eine romantische Ritterburg aus dem Mittelalter. Gebaut wurde sie jedoch zwischen 1793 und 1801. Als pseudomittelalterliche “Stammburg” von ihrem Erbauer, Landgraf Wilhelm IX. von Hessen-Kassel, dem späteren Kurfürst Wilhelm I., erdacht, setzte der Hofbaumeister Heinrich Christoph Jussow die kühnen Pläne baulich um.
Die Löwenburg diente nicht als Festung, sondern als Lustschloss. So finden sich in ihrem Innern fürstliche Wohnräume, deren reichhaltige Ausstattung mit historischen Möbeln, Gemälden, Tapisserien, Gläsern, Bronzen, einer großartigen Waffensammlung und mittelalterlichen Glasfenstern, die große Sammelleidenschaft des Erbauers wiederspiegelt. Im Rahmen einer Führung können neben den Wohnräumen des Damen- und Herrenbaus die Rüstkammer mit Waffen und Ritterrüstungen des 16. und 17. Jahrhunderts sowie die Burgkapelle besichtigt werden.

Schloss Wilhelmshöhe
Anstelle des Jagdschlosses des Landgrafen Moritz entstand unter Wilhelm IX einer der letzten Großbauten des Absolutismus, die klassizistische Sommerresidenz Schloss Wilhelmshöhe (1786–98). Die ursprünglich im anmutigen Pavillonsystem nach englischem Vorbild gebaute Dreiflügelanlage der Architekten Simon Louis Du Ry und Heinrich Christoph Jussow wurde 1829 durch den Landbaumeister Heinrich Regenbogen blockartig geschlossen. Der im Krieg zerstörte und wieder aufgebaute Mittelteil beherbergt seit 1974 die weltberühmte Gemäldegalerie Alte Meister und die Antikensammlung.
Im unzerstört gebliebenen südlichen Weißensteinflügel präsentieren sich Schlossräume mit historischer Einrichtung.

Rosenspiele
In der Rosensammlung auf der Roseninsel und an den Ufern des Schlossteiches ˈLacˈ stehen mehr als 1.500 Rosenstöcke in über 800 Sorten. Historische und moderne Strauchrosen sowie Wildrosen verwandeln diesen Teil des Bergparks im Frühsommer in ein Blütenmeer. Viele Rosen, darunter die in Kassel im 18. Jahrhundert gezüchtete ˈPerle von Weißenstein,ˈ verströmen den Duft von Großmutters Rosen in der nach Aussage eines ehemaligen Weltrosenpräsidenten ‘romantischten Rosensammlung der Welt’. Die Rosen schaffen in Kombination mit Wasser, Steinen und alten Bäumen wie vor 250 Jahren ein harmonisches Bild in dem von Landgraf Friedrich II gestalteten ˈEnglischen Landschaftsparkˈ. Die heutige Rosenpflanzung wurde seit 1978 von Mitgliedern des Vereins Roseninsel Park Wilhelmshöhe e.V. angelegt und wird seitdem von diesen in ehrenamtlicher Arbeit erhalten und gepflegt. Die Bedeutung dieser weit über die Grenzen Kassels hinaus bekannten Rosensammlung wurde 2015 vom Weltverband der Rosengesellschaften (WFRS) mit der Verleihung der hohen Auszeichnung ˈAward of Garden Excellenceˈ gewürdigt

Das Highlight: Wasserspiele

Seit 300 Jahren faszinieren sie im Bergpark Wilhelmshöhe

Inzwischen gehört der Bergpark mit dem Herkules und den Wasserspielen sogar zum Weltkulturerbe der UNESCO: Ein Grund mehr, diesem einmaligen Meisterwerk der barocken Gartenbaukunst einen Besuch abzustatten.

Das kühle Nass sprudelt über die Kaskaden, den Steinhöfer Wasserfall, die Teufelsbrücke, das Aquädukt bis hinab zur letzten Station der Großen Fontäne im Schlossteich, die das Wasser durch natürlichen Druck 52 Meter in die Höhe schießen lässt. Für die Wasserspiele werden jeweils 1.200 m³ Wasser benötigt. In verschiedenen Becken wird das benötigte Regen- und Schmelzwasser gesammelt. Es gibt zwei Wasserwege, und das Wasser durchläuft alle Stationen allein durch natürlichen Druck. Es werden keinerlei Hilfsmittel angewandt. Nach Beendigung der Wasserspiele wird das Wasser unterirdisch in die Fulda abgeleitet. Sieben Personen öffnen an den jeweiligen Stellen die Wasserschieber.

Die große Wasserkunst im Bergpark, die unter Landgraf Karl (reg. 1677-1730) entstanden ist, war eine architektonische und ingenieurtechnische Ausnahmeleistung ihrer Zeit und ist in ihrer Bedeutung ein Meilenstein der Kunst- und Gartengeschichte. Die barocken Anlagen mit Oktogon, Wassertheater und Kaskade sind durch ihre symmetrische und axiale Gestaltung als ideales Bild einer gewollten Künstlichkeit und sichtbaren Kunstfertigkeit zu verstehen. Das zu späterer Zeit (Ende des 18./Anfang des 19. Jahrhunderts) im Bergpark angestrebte englische Landschaftsbild verlangte das Wasser in seinen natürlichen Erscheinungen und integrierte es in den nach dem Vorbild der Natur gestalteten Landschaftspark.  Landgraf Wilhelm IX. – der spätere Kurfürst Wilhelm I. – ließ über den gesamten Park verteilt mehrere Wasserfälle und Teiche, Bäche und Wassersprünge, einen See und ein Aquädukt mit tosendem Wasserfall erschaffen.

Am Parkplatz Schloss Wilhelmshöhe und Brandt-Stoph-Parkplatz stehen Ihnen 520 und am Herkules 318 Parkplätze zur Verfügung. Das Parkticket kostet 7,00 € pro PKW und gilt für den gesamten Tag. Der Parkschein für die Parkplätze gilt gleichzeitig als Fahrkarte für die Buslinie 23. Das Park-KombiTicket gilt für alle Insassen des Fahrzeugs (bis zu sieben Personen) am Geltungstag des Parkscheins.

Aufgrund der großen Nachfrage und der begrenzten Kapazitäten empfehlen wir Ihnen die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Quellenhinweis:
Texte:
Kassel Marketing GmbH
Fotos:
Schloss Wilhelmshöhe, Fontänenteich, Teufelsbrücke, Steinhöfer Wasserfall, Aquädukt, Kaskaden, Herkules, Das Große Gewächshaus, Löwenburg, Beleuchtete Wasserspiele – Fontänenteich, Beleuchtete Wasserspiele – Aquädukt: Kassel Marketing GmbH | Fotograf Paavo Blåfield; Konzert zum Bergparkfest im Konzertpavilion, Das Große Gewächshaus, Ballhaus: Kassel Marketing GmbH; Beleuchtete Wasserspiele: Anblick Herkules, Teufelsbrücke, Kaskaden: Kassel Marketing GmbH | Fotograf Mario Zgoll